Mach den heutigen Tag zu einem Museumstag

Die Idee des Museumstags entstammt dem Buch Big Five for Life von John Strelecky. Es handelt sich dabei um ein Konzept, das mich seit dem ersten Lesen begleitet und das ich mir bis heute immer wieder bewusst vor Augen führe.

Im Kern geht es darum, jeden einzelnen Tag bewusst wahrzunehmen und so zu gestalten, dass er sich erfüllend anfühlt – so sehr, dass er einen Platz in unserem persönlichen Museum der Erinnerungen verdient. Dieses Museum lässt sich als ein innerer Ort verstehen, zu dem wir jederzeit zurückkehren können, um Erlebnisse erneut zu durchleben, sie zu genießen und uns immer wieder an ihnen zu erfreuen.

Im Laufe unseres Lebens sammeln sich dort unzählige Momente: schöne, prägende, friedensstiftende Erinnerungen. Sie formen nach und nach einen Ort, den wir betreten können, wann immer wir wollen. Gleichzeitig entsteht dieses Museum nicht zufällig. Es füllt sich durch das, was wir täglich tun – und ebenso durch das, was wir unterlassen.

Dem Bild eines Museums voller Erinnerungen, zu denen wir gerne zurückkehren, steht ein anderes gegenüber: jenes Museum, das entsteht, wenn wir unseren Alltag fortführen, ohne ihn bewusst zu unseren Gunsten zu gestalten. Wenn Tage vergehen, ohne dass wir innehalten. Ohne dass wir uns fragen, ob das, was wir tun, uns wirklich entspricht.

So richtet sich der Blick unweigerlich nach innen. Nicht als Vorwurf, sondern als Einladung zur Reflexion:

  • Füllen wir unser persönliches Museum mit Momenten, die wir bewahren möchten?
  • Oder sammeln wir Erinnerungen, die im Widerspruch zu unseren inneren Wünschen und unserem eigentlichen Verlangen stehen?

Der Gedanke kann einen inneren Konflikt offenlegen. Denn wenn wir nicht bewusst eingreifen, besteht die Gefahr, dass sich Erinnerungen ansammeln, die wir weder wiederholen noch erneut erleben möchten. Genau hier setzt der Impuls des Museumstags an: Er lädt dazu ein, innezuhalten und zu hinterfragen, ob das, was wir tagtäglich tun, uns wirklich erfüllt.

Nehmen wir uns ausreichend Zeit für uns selbst? Für unsere Wünsche, unsere Träume, für Freunde und Familie – oder auch für jene Hobbys, die uns auf eine ganz einfache Weise glücklich machen? Der Museumstag lenkt den Blick darauf, worin wir den Sinn unseres eigenen Daseins sehen und ob unser tägliches Handeln diesem Sinn gerecht wird. Oder ob wir uns, im Streben nach Produktivität, schleichend von dem entfernt haben, was uns im Innersten bewegt.

Er hilft dabei, sowohl den aktuellen Lebensweg zu reflektieren als auch rückblickend zu betrachten, womit wir die Ausstellung unseres bisherigen Museums gefüllt haben.

Worte des Autors:

Mich persönlich fasziniert die bildliche Vorstellung dieses inneren Museums sehr. Sie hat mich dazu angeregt, ehrlich zu hinterfragen, ob ich meine Tage wirklich bewusst erlebe und mir selbst treu bleibe – ob ich meinen Wünschen und Träumen tatsächlich Rechnung trage.

Seitdem mir dieser Gedanke begegnet ist, gibt es immer wieder Tage, an denen ich bewusst innehalte und mir vornehme, aus genau diesem Tag etwas Besonderes zu machen. Während meiner Hobbys oder bei Treffen mit Freunden und Familie versuche ich, vollständig präsent zu sein, den gemeinsamen Moment zu zelebrieren und mir bewusst zu machen, welches Glück darin liegt.

Dieser Ansatz hat mir geholfen, den schönen Dingen in meinem Leben gerechter zu werden. Ein Beispiel ist die Weihnachtszeit, in der ich an den Feiertagen quer durchs Land reise, um Zeit mit meinen Verwandten zu verbringen. Früher war mir nicht bewusst, dass mich die langen Fahrten oft so erschöpften, dass ich den Momenten vor Ort nicht die Aufmerksamkeit schenken konnte, die ich mir eigentlich wünschte.

Allein diese Erkenntnis hat gereicht, um etwas zu verändern. In den vergangenen Jahren war der Gedanke des Museumstags ein stiller Begleiter, der mich nach langen Fahrten bewusst durchatmen ließ, mir ein Lächeln ins Gesicht zauberte und mir vor Augen führte, wie besonders es ist, diese Zeit mit all diesen Menschen noch teilen zu dürfen.

Und ja – es hat meine Feiertage bereichert. Und letztlich auch mein Leben.

Ich würde mich freuen, wenn dich dieser Gedanke ebenso begleiten kann. An Festtagen, im Alltag und vielleicht auch auf deiner ganz eigenen Suche nach Sinn und Erfüllung.

Mit besten Absichten, Nick

Hier ein kleiner Blick in mein Museum

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