Weitermachen..
Ein simples Wort, das in den richtigen Händen zu einem verlässlichen Mantra für Erfolg werden kann. Ein Wort, das führende Frauen und Männer unterschiedlichster Epochen geprägt hat und dem im Alltag dennoch oft nicht das Gewicht beigemessen wird, das ihm eigentlich zusteht. Dabei entscheidet es darüber, ob wir unsere Arbeit lediglich ordentlich oder gut erledigen – oder ob wir den Anspruch entwickeln, sie ausgezeichnet zu machen.
Denn erst wenn wir Tätigkeiten mit diesem Anspruch ausführen, heben wir uns langfristig vom Markt und von der Gesellschaft ab. Genau dort entsteht jener Erfolg und Zuspruch, den wir uns tief im Inneren als Anerkennung für unser Werk wünschen.
Nie wurde dieses Mantra so klar formuliert wie in der berühmten Ansprache von Sir Winston Churchill am 29. Oktober 1941 an der Harrow School (England). Churchill war zu diesem Zeitpunkt bereits in fortgeschrittenem Alter, als er eingeladen wurde, einen Vortrag zu halten. Seine Leistungen waren weit über die Landesgrenzen hinaus bekannt, und er galt als einer der bedeutendsten Zeitgenossen seines Landes.
Entsprechend groß war das Interesse. Tausende Menschen reisten an, um dieser Rede beizuwohnen. Nach der Eröffnung durch den Dekan betrat Churchill die Bühne. Der anhaltende Applaus ließ nach, und er hielt seine Rede:
„Geben Sie nie, nie, nie, nie auf.“
Man kann sich das Schweigen und die Verwunderung im Saal gut vorstellen, als Churchill daraufhin die Bühne wieder verließ. Erst allmählich wurde dem Publikum klar, dass die Rede bereits beendet war. Der Gedanke mag sich aufgedrängt haben: Soll das alles gewesen sein?
Und doch liegt genau darin die Essenz seines Lebens – und ein zentraler Pfeiler seines Erfolgs.
Zu Churchill lässt sich vieles sagen, doch kaum etwas war für ihn so zentral wie die Botschaft: „Wer aufgibt, hat bereits verloren“. Ich pflichte ihm in der Überzeugung bei, dass Fehler zum Weg gehören, Probleme lösbar sind – beides ist Teil jeder ernsthaften Entwicklung in unserem Leben. Entscheidend ist somit nicht, ob wir scheitern, sondern ob wir weitermachen, wenn uns das Leben Steine in den Weg legt.
Churchills Geschichte:
Lange Zeit spielte Churchill politisch kaum eine Rolle. Über Jahre hinweg wurde sein Durchhaltevermögen immer wieder geprüft, ohne dass es Anerkennung fand. Als er schließlich zum Premierminister ernannt wurde, befand sich Europa mitten im Zweiten Weltkrieg. Auf die Frage, warum er überzeugt sei, dieser Aufgabe gewachsen zu sein, antwortete er sinngemäß, dass ihn sein gesamtes Leben auf diesen Moment vorbereitet habe.
Mit den Bombardierungen Londons erreichte die Lage einen neuen Höhepunkt. Nacht für Nacht wurden Teile der Stadt zerstört, zahllose Zivilisten verloren ihr Leben. England schien am Ende. Aus dem engsten Umfeld heraus wuchs der Druck, nachzugeben, um weiteres Leid zu verhindern. Man warf ihm vor, sein Volk unnötig zu opfern. Doch Churchill war überzeugt, dass ein Nachgeben nicht das Ende des Leids bedeutet hätte, sondern dessen Ausweitung. Also hielt er stand – getragen von der Überzeugung, niemals aufzugeben.
Worte des Autors:
Die Standhaftigkeit Churchills beeindruckt mich bis heute sehr, und ich schätze mich glücklich, Entscheidungen treffen zu dürfen, deren Traglast ein deutlich geringeres Gewicht hat. Gleichzeitig ist es gerade diese immense Last auf seinen Schultern, die erklärt, weshalb mich dieses Mantra so tief berührt. Bereits nach dem ersten Lesen brannte sich die Geschichte so nachhaltig in mir ein, dass ich das Mantra „nie aufgeben“ beziehungsweise „weitermachen“ seither bewusst für mich nutze – sei es in meiner Karriere, in meinem Leben oder im Sport.
Es war eine der treibenden Kräfte hinter diesem Blog und half mir dabei, den Glauben an mich und meine Fähigkeiten zu festigen – und das trotz der Widrigkeiten, die damit einhergingen, dass ich in diesem Bereich keinerlei Vorkenntnisse hatte. „Weitermachen“ war mein Mantra, eine neue Sportart für mich zu entdecken, die mich begeistert, und es ist bis heute mein Begleiter in jeder HYROX-Einheit, die ich absolviere.
Ob beim Joggen, beim Schieben des über 100 kg schweren Schlittens oder bei 100 Wiederholungen scheinbar endloser Wallballs (aus der Kniebeuge wird dabei ein Ball gegen ein Target geworfen) – immer wieder ertappe ich mich bei dem Gedanken: „Weitermachen.“ Und am Ende jeder Einheit oder jedes Wettkampfs wird mir erneut bewusst, dass Grenzen meist nur in meinem Kopf existieren.
Ich hoffe, dieser Beitrag konnte auch Dich dazu motivieren, dieses Mantra für Dich anzuwenden und Dein volles Potenzial zu erkennen.
Mit besten Absichten, Nick
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